GEDICHTBAND VON OTTO SCHOBER
Kult-Kneipenwirt und Kunstfreund Otto Schober hat einen neuen Gedichtband veröffentlicht, der auch hier nicht unerwähnt bleiben soll. Warum? Zum einen hängen in Ottos Kneipe, die inzwischen sein Sohn übernommen hat und die zwar eigentlich - so glaube ich - noch immer "Irlbacher Bierstüberl" heißt, die aber jeder in Deggendorf und weit darüber hinaus nur unter dem Namen "Otto" kennt, gleich mehrere meiner Arbeiten und darunter eine, die den Dichter Otto in seinem Biergarten in einen illustren Kreis bekannter satirischer Literaten stellt:
Das Dichtertreffen oder Neulich beim Otto
Pastellkreide
56 x 42 cm, 2016
Zum anderen hat Otto in seinem Gedichtband gleich zwei Gedichte zu meinem "Farbendieb"-Bild geschrieben, das ebenfalls in der Kneipe hängt:
Der Farbendieb (I) Starrt ein Kenner an die Wand, Schnell ein Becher auf den Tisch Der Fall bleibt nicht unbemerkt. | Der Farbendieb (II) Schaut ein Neider an die Wand, Schnell den Becher auf den Tisch Der Fall bleibt nicht unbemerkt. |
(Quelle: Otto Schober: Gesammelte Gedichte, BoD-Verlag 2026, ISBN 978-3-6963-7168-5)
Der Farbendieb
Pastellkreide
30 x 40 cm, 2006
Ottos wunderbaren Gedichtband kann ich also nur jedem und jeder ans Herz legen. Mit viel Humor und Gefühl beschreibt er seine Sichtweisen und Beobachtungen – angefangen von Alltagsszenen, dem Lauf des Lebens, der Natur oder seiner bayerischen Heimat – und probiert sich auch in der traditionellen japanischen Gedichtform des Haikus aus. der Bild. Mehr dazu mit allen Angaben, wo das Buch bestellt werden kann, findet man auf Ottos Website.
Am einfachsten ist es aber, wenn man einfach in seine kultige Kneipe mit dem wunderbaren Biergarten geht. In irgendeiner Ecke ist Otto zumeist mit einem Buch in der Hand zu finden. Viele der Gedichte hängen handgeschrieben vom Gastraum bis zur Toilette an den Wänden. Neben der besten Currywurst Niederbayerns und kühlen Getränken bekommt man dort auch den Gedichtband, um darin zu lesen und ihn bestenfalls auch mit nach Hause zu nehmen.


