Klaus Busch
Bilder und Illustrationen

FRISCH VOM ZEICHENTISCH

Auf dieser Seite zeige ich in unregelmäßiger Folge die neuesten Arbeiten. Alle weiteren Arbeiten sind in der Galerie zu finden.


Original vorne

Umgestaltung vorne

Original hinten

Umgestaltung hinten

Vespa-Upcycling
Lack auf Metall (Radabdeckung einer Vespa)
ca. 70 x 35 cm

In Deggendorf finden jedes Jahr die Summer Vibes statt. Die Summer Vibes sind ein Event, bei dem sich zahlreiche Vespa-Freundinnen und -Freunde zu einer gemeinsamen Rundfahrt mit ihren Maschinen jeglichen Alters und jeglicher Größe und zu einem großen Fest auf  dem Deggendorfer Luitpoldplatz treffen. Dieses Jahr sind wir mit einer kleinen Gruppe Künstlerinnen und Künstler eingeladen worden, auch einen künstlerischen Beitrag zu den Summer Vibes zu leisten. Dafür haben wir alte Vespa-Teile bekommen, die wir künstlerisch gestalten sollen. Mein Teil war eine ordentlich verbeulte, verrostete und zerkratzte Radabdeckung. Eine herrliche Aufgabe! Ich habe versucht, das Italien-Thema, das unweigerlich mit der Vespa für mich verbunden ist, auch zum Thema meiner Umgestaltung zu machen. Spannend und reizvoll, aber auch anspruchsvoll war das künstlerische Arbeiten mit klassischen Baumarkt-Metalllacken.

 Weitere Infos zu den Summer Vibes am 11. Juli 2026 ab 16:00 Uhr und einige Umgestaltungsdetails gibtes hier

Juni 2026


Bella Italia? (Paradies und Inferno III)
Aquarell, Tusche, Pastellkreide
48 x 36 cm

"Bella Italia?" greift eine Idee wieder auf, die 2023 durch die Einladung zum Ausstellungsprojekt "Paradies und Inferno" des Kultur- und Geschichtsvereins Vilshofen initiiert wurde, sich künstlerisch mit Dante Alighieris „Göttlicher Komödie“ auseinanderzusetzen und die Vorstellungen von Dantes Paradies und Inferno in die Jetzt-Zeit zu machen. Nach „Fake Paradise“ und „Hell Ain’t A Bad Place To Be (Angus Said)“ ist das nun – mit einigem zeitlichen Abstand – das dritte Bild dieses Themenkreises. Es könnten weitere folgen. Ich habe deshalb eine neue Seite zu dem Projekt unter Zyklen/Serien aufgemacht.
Italien ist schön! Bella Italia, der Traumort der Deutschen seit Jahrhunderten, ist Wiege zahlreicher gesellschaftlicher, wissenschaftlicher und künstlerischer Neuerungen, die die Welt deutlich besser gemacht haben. Italien ist aber auch der Ort der „Fratelli d’Italia“ mit einer Rechtsaußen-Ministerpräsidentin, eines frauenfeindlichen „Bunga Bunga“-Medienzars und Ministerpräsidenten und einer mit den Deutschen vergleichbaren Geschichte in den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts (es sei in diesem Fall das herrliche Aufeinandertreffen der selbsternannten deutsch-italienischen Führer in Charlie Chaplins „Der große Diktator“ zur Ansicht empfohlen). Deshalb schaut Dante in diesem Bild auf ein „Bella Italia“ mit Fragezeichen. Gut und Böse, Paradies und Inferno sind vereint in diesem Land, das wusste auch schon der bedeutende Dichter.
Das Bild ist zuerst mit Aquarellfarben und Tuscheschriften angelegt worden und hat dann seine Pastellkreide-Patina erhalten, wobei die Figuren und das infernale Feuer ausschließlich mit Kreiden gefertigt wurden.

Mai 2026


Atlantis II
Pastellkreide
56 x 42 cm

Die Umsetzung der zweiten Idee, die ich vor einigen Jahren für die Umsetzung des Atlantis-Themas für den gruppeninternen IMAGO-Wettbewerb hatte. Seit der Arbeit an "Atlantis" für dieses seither letzte gemeinsame Gruppenthema hatte ich große Lust, auch diese Idee umzusetzen. Es hat ein paar Jahre gedauert und das Format ist ein anderes. Weiterhin geht es um die Faszination des Nebeneinanders von Architektur und Wasser, hier nochmals etwas wilder und mystischer. Zeichnerisch ging um den Versuch, das Meer so zu gestalten, dass man meint es rauschen zu hören. Statt einer ganzen Stadt ist es diesmal eine Gebäudespitze mit einer bewusst mystisch bleibenden Figur. Und auch diesmal entreiße ich die Meeresbewohner ihrem Element.

April 2026

Zum Vergleich hier noch die erste Bearbeitung des Atlantis-Themas:

Atlantis
Pastellkreide, Aquarell, Tusche
80 x 80 cm
(2022)


Gestaltung des Goldenen Buchs der Stadt Deggendorf
Verschiedene Techniken und verschiedene Größen

Einen besonders spannenden Auftrag habe ich von der Stadt Deggendorf erhalten. Diese benötigt 2026 ein neues Goldenes Buch, in dem sich ihre Ehrengäste eintragen. Ich bin gebeten worden, die Eingangsseiten zeichnerisch zu gestalten. Das Vorgängerbuch war fast 80 Jahre in Verwendung. Ein richtiges Zukunftsprojekt also, das mich wohl überdauern wird. Ich finde den Gedanken spannend, wer sich wohl alles in das Buch eintragen und dabei vielleicht meine Zeichnungen betrachten wird.
Mehr Infos zu dem Projekt gibt es in den News
.

März 2026


Der Abschiedsgruß
Pastellkreide
60 x 50 cm

"Der Abschiedsgruß" ist ein besonderes Projekt, das von dem Fotografen Richard Espersthuber aus Egg im Landkreis Deggendorf angestoßen wurde. Richard hat verschiedene Künstlerinnen und Künstler gebeten, seine Fotografien auf den umgebenden Passepartouts fortzuführen. Dieser spannenden Idee und künstlerischen Herausforderung habe ich mich gerne gestellt und versucht, um ein Landschaftsmotiv aus den USA mit einem Ballonstart herum eine neue Geschichte zu erzählen. Das Ergebnis sieht in der Kombination dann so aus:

Die Fotos, mit und ohne künstlerischen Ergänzungen, sind vom 21. März bis 7. Mai in der Ausstellung "Dahoam, anderswo und irgendwann" im KunstForum Palais im Stadtpark, Am Stadtpark 22, in Deggendorf zu sehen. Weitere Infos zu dieser Ausstellung gibt es auf der Website von Richard Espertshuber. Er hat zu dem "Abschiedsgruß" auch ein kleines "Erklärvideo" gemacht und mir erlaubt, es auch hier einzustellen:

Februar 2026


Niederbayerische Landschaft
Pastellkreide, Aquarell, Graphit
30 x 24 cm

Die Schönheit des Hässlichen. Ich mag es, mich künstlerisch mit den Eingriffen des Menschen in seine Umwelt zu beschäftigen, gerade mit dem Vergessenen, Liegengebliebenen. Die von den Menschen nachhaltig zerstörte Agrarindustrielandschaft in den Senken der Donau und der Isar in Niederbayern ist gespickt davon. Daher ist diese Landschaft eine sehr typische niederbayerische Landschaft. Sicher nicht schön, aber künstlerisch irgendwie reizvoll.

Februar 2026


Making Greenland Green Again?
Pastellkreide
30 x 30 cm

2026: Der US-amerikanische Präsident pinkelt auf Menschenrechte, Völkerrecht und demokratische Werte. Es gilt das Recht des Stärkeren, das evangelikale Dogma und vor allem das Ego. Bemerkbar macht sich das vor allem ganz im Norden der Erdkugel. Ist das der Versuch, "Greenland" wieder "green" zu machen? Oder doch die tumbe Egomanie eines Despoten? Die Einwohner Grönlands setzen jedenfalls ein deutliches Statement...

Januar 2026


Rockin' The Paradise
Pastellkreide auf schwarzem Karton
42 x 30 cm

1986 war das Jahr, in dem ich Rio Reiser, früherer Frontmann von Ton, Steine Scherben, gleich zweimal (im Juli beim legendären Anti-WAAhn-sinns-Festival in Burglengenfeld/Wackersdorf und im Dezember nochmal auf der "König von Deutschland"-Tour in Gießen) sehen durfte und außerdem im Mai den einzigartigen Freddie Mercury mit Queen in Mannheim erleben durfte. Fünf Jahre später starb Freddie Mercury, fünf weitere Jahre später dann auch Rio Reiser, beide mehr oder weniger an den Folgen ihres Lebens im Rock'n'Roll-Rampenlicht. Sie durften also nicht altern, wie die im Keep Rockin'-Zyklus Dargestellten. Da beide aber großartige Musiker und Persönlichkeiten waren, wollte ich sie dennoch zum Teil dieses Zyklus' machen, wenn auch hier bewusst ohne Farbklecks. Darum habe ich sie als eine "Zugabe" zum Zyklus erarbeitet. Es war mir wichtig, sie dabei zu haben. Der Titel zitiert einen großartigen Song von Styx.

Januar 2026


Kevin
Pastellkreide auf schwarzem Karton
30 x 42 cm

Das sechsunddreißigste und abschließende Bild aus der Reihe mit (fast) schwarz-weißen Portraits von Rockmusikern, die mich durch mein Leben begleiten. Mit Kevin Cronin von REO Speedwagon schließt sich der Kreis. Meine Freunde Rüdi und Alex, glühende REO Speedwagon-Fans, kamen irgendwann Anfang der 80er Jahre auf die Idee, ein REO-Fanzine zu entwickeln. Sie brauchten jemanden für das Layout. Und so zeichnete ich in dieser Zeit nicht nur für die Schülerzeitung, sondern entwarf auch Logos für das erste REO-Fanzine in Deutschland. Es hatte die unglaubliche Auflage von ca. 20 handkopierten Exemplaren und kam über eine Handvoll Nummern nicht hinaus. Leider gibt es keine Nachweise dieser sicherlich künstlerischen Meilensteine mehr. Darum setzt auch ein Bandmitglied von REO Speedwagon den Schlusspunkt, mit meinen Erinnerungsresten an unser Handmade-Fanzine als Farbklecks im Arm. Das Logo kam mir beim Zeichnen zumindest bekannt vor. Kevin Cronin und REO Speedwagon habe ich als Siebzehnjähriger bei "Rockpop in Concert" im Dezember 1982 in der Dortmunder Westfalenhalle gesehen. Die damalige Übertragung im ZDF kann man einschließlich der jugendlichen Alex, Rüdi und Klaus (Jörg muss auch irgendwo sein) in der ersten Reihe heute auf YouTube sehen.
Alex erzählt übrigens gerne, dass ein Mitschüler namens Hans-Jörg unser einziger Abonnent war (und deshalb auch jedesmal das Gewinnspiel gewonnen hat). Hans-Jörg, wenn du das hier liest, schau doch bitte mal auf dem Dachboden nach. Die Kunstwelt giert nach einem Exemplar!
Eine Übersicht zu dem Zyklus gibt es unter "Keep Rockin'".

Januar 2026