Zugaben
Marvin
Pastellkreide auf schwarzem Karton
30 x 42 cm
Marvin Lee Aday, später auch Michael Lee Aday ist den meisten besser bekannt als Meat Loaf. Sein "Bat Out Of Hell"-Album ist ein Meilenstein der Rockmusik, sein Auftritt als Eddie in der Rocky Horror Picture Show unvergesslich. Ich selbst habe Meat Loaf, der 2022 leider verstorben ist, nie live gesehen. Einer meiner besten Freunde ist aber so ein eingefleischter Meat Loaf-Fan, so dass ich gar nicht anders konnte, als Meat Loaf auch in den Zyklus aufzunehmen. Da ich aber eben nie auf einem Konzert war, "nur" in den Zugaben.
M.E.
Pastellkreide, Tusche, Aquarell, Farbstifte
107 x 74 cm
"M.E." ist eine Art Bestandsaufnahme und "Midlifecrisis-Vermeidungsbild", das ich vor meinem 50. Geburtstag erstellt habe. Die Arbeit an diesem Bild dauerte fast ein Jahr. Es vereint ein Sammelsurium von lang gehegten Bildideen und Bildzitaten in einem Werk. In munterer Folge werden eigene frühere Werke, die Werke bekannter und bewunderter Maler, Plattencover (u.a. von Pink Floyd, Genesis und Marillion) und Menschen, die mich durch das Leben begleiteten, zitiert und wiedergegeben. Bei Ausstellungen kann ich immer wieder beobachten, wie vor allem Männer vor diesem Bild stehen und versuchen, alle Albumzitate wie in einem Suchbild zu entziffern. Herausgekommen ist ein großes, vielfach verschlüsseltes Bilderrätsel fast Bosch´scher Manier, genauso geheimnisvoll wie das Leben selbst...
Im Kunstunterricht am Gymnasium hatten wir einmal den Auftrag erhalten, uns selbst in einer bildhaften Collage darzustellen. Mich hatte damals schon diese Aufgabenstellung fasziniert. Die Idee aber hat mich künstlerisch weiter verfolgt, bis ich sie in "M.E." wieder aufgegriffen habe. Im gleichen collagenhaften Stil, diesmal aber vollständig gezeichnet.
The Boys Are Back In Town
Pastellkreide
56 x 42 cm
The Boys Are Back In Town Again (Narrenspiegel XXVII)
Pastellkreide
48 x 22 cm
Mit großem Spaß zitiere ich Rocksongs als Bildtitel. Hier sind beide Bilder nicht nur im Titel inspiriert von Thin Lizzy. Da treffen sie sich wieder, die Boys. Älter geworden sind sie. Sie müssen schon nachhelfen, um frühere Zeiten wieder aufleben zu lassen. Trotzdem sind sie einander geblieben, diejenigen, die früher um die Häuser zogen und die Welt unsicher machten. Ein kleiner Rest von diesem Funken vergangener Tage glimmt noch in ihnen. Wichtig ist aber vor allem, dass sie einander haben. Das steht inzwischen im Vordergrund, die Ablenkungen des Lebens sind nebensächlicher geworden. Beide Bilder sind verschmitzte Liebeserklärungen an meine Freunde aus Jugendtagen, die immer noch die gleichen Kindsköpfe sind und viel dazu beigetragen haben, mein Leben reich zu machen. Eben auch musikalisch. Den Ort vor den Garagen aus dem zweiten Bild, das ich im Narrenspiegel-Zyklus (2016-2021) integriert hatte, gibt es wirklich. Und tatsächlich treffen wir „Boys“ uns da jedes Jahr und hören Alex' großartige Playlists!



