Klaus Busch
Bilder und Illustrationen

KEEP ROCKIN' 19-24

Keep Rockin' 13-18

Angus (XIX)

Angus Young von AC/DC ist natürlich auch einigermaßen ein "Muss" in dieser Reihe. Für uns Kinder der späten 70er und frühen 80er war AC/DC etwas völlig Neues, ähnlich einer Geisterbahn, ein leichtes Gruseln, aber es musste sein. Heute ist T.N.T. der Klingelton meines Handys. Und 2024 hatte ich es nach mehrfachem Verpassen in den Jahren davor dann bei der PWR UP-Tour auch endlich geschafft, sie in Nürnberg live zu sehen. Auch wenn die unzähligen Instagram- und wo noch überall Posts des bayerischen Ministerpräsidenten, dass er auch dort war (und das wohl auch noch ziemlich in meiner Nähe), das Erlebnis im Nachgang ein wenig eintrübten...



Manfred (XX)

Manfred Mann und seine Earth Band kann man eigentlich als erfolgreichste Cover-Band der Welt beschreiben. Ein Großteil der Songs, mit denen sie bekannt wurden, sind Coverversionen anderer Künstler (und hüllen wir an dieser Stelle großzügig den Mantel des Schweigens über Eigenkompositionen wie "Ha Ha! Said The Clown" oder "Do Wah Diddy Diddy"). Aber, und das begründet Manfred Manns Platz in dieser Reihe, er hat so manchem Springsteen- oder Dylan-Song einen eigenen, besonderen und sehr rockigen Charakter gegeben. Der Farbklecks ist diesmal das menschliche Flugzeug auf der Startbahn vom Cover meines Mann'schen Lieblingsalbums "Watch", eine Zeichnung, die mich schon in jungen Jahren fasziniert und animiert hat. Manfred Mann's Earth Band durfte ich 1991 in Gießen, 2011 bei einem etwas schrägen Open Air auf dem Hof einer hiesigen Brauerei (zusammen mit Ten Years After und The Sweet) und beim Tollwood 2025 in München sehen.



Mark (XXI)

Der wenig bekannte, aber von mir hochverehrte Mark "Truey" Trueack ist ein britisch-australischer Klima- und Friedensaktivist und eben Rocksänger. Mark Trueack ist mit seinen kongenialen Partnern Sean Timms und Steve Unruh Kopf der Band Unitopia und des wunderbaren, weltumspannenden Musikprojekts der "United Progressive Fraternity (UPF)". Wenn auch unter dem Rock-Mainstream-Radar fliegend gehört Mark Trueack unbedingt in diese Serie. Gemeinsam mit etwa 100 weiteren Nerds durfte ich ihn und Unitopia, u.a. eben mit Sean Timms, Steve Unruh und auch dem ehemaligen Genesis-Drummer Chester Thompson, nach jahrelangem Warten auf eine Tour  2023 im einmaligen Colos-Saal in Aschaffenburg sehen und mich danach mit Mark, Steve und Sean auch noch unterhalten. Der Vorteil eines vielleicht hier und da extravaganten Musikgeschmacks und ein für mich einzigartiges Erlebnis! Der Farbklecks ist die Okarina, die er auf den Konzerten spielt



Steve (XXII)

Zu Steve Howe und Yes habe ich ein mir selbst wenig erklärliches, etwas ambivalentes Verhältnis: Es gibt Phasen, da ich mag ich die Musik von Yes, dann in anderen Phasen mag ich sie weniger hören. Und es gibt Phasen, da mag ich die rockigeren Alben aus den Achtzigern und dann wieder in anderen Phasen die verspielteren Alben aus den Siebzigern. Gleichzeitig mag ich als Kind der Achtziger natürlich auch die Sachen, die Steve Howe mit Asia und mit GTR gemacht hat. Yes mit Steve Howe durfte ich 2016 im Admiralspalast in Berlin sehen. Als Farbklecks habe ich ihm einen Yes-Button angesteckt.



Andy (XXIII)

Mit Andy Scott und The Sweet verhält es sich ähnlich wie mit Manfred Mann's Earth Band: Man sollte den Mantel des Schweigens über ihre ersten Jahre decken. Danach, ab der Single "The Ballroom Blitz" 1973, haben The Sweet in der zweiten Hälfte der Siebziger einige ausgezeichnete Rock-Alben und -Singles veröffentlicht. Andy Scotts Eingangsriff zu "Love Is Like Oxygen" ist für mich bis heute das beste Riff der Rockgeschichte. Bezeichnenderweise habe ich The Sweet 2011 bei dem gleichen schrägen Open Air auf dem Hof einer hiesigen Brauerei wie Manfred Mann gesehen. Den damaligen Auftritt würde ich mit "skurril" umschreiben. Deshalb habe ich auch nicht gezögert, als Andy Scott 2025 mit The Sweet nochmal nach Regensburg kam. Und siehe da: Es war ein richtig knackiges Rockkonzert! Als Farbklecks musste ich Andy Scott zu seiner in der Zeit stehen gebliebenen Frisur einfach ein 70er-Jahre-Hemd anziehen...



Michael (XXIV)

Michael Sadler ist der Kopf der kanadischen Band Saga, die erstaunlicherweise ihre größten Erfolge in Deutschland, Schweden und Puerto Rico (!) verzeichnen konnte, in anderen Teilen der Welt aber möglicherweise gar nicht so bekannt ist, wie wir in Deutschland meinen. Saga durfte ich 2017 bei einem Konzert mit einem beeindruckenden "Unplugged"-Teil in Regensburg und 2022 nochmal zusammen mit den New Roses und Foreigner in München sehen. Nichts gegen meine Cousine, die in ihrem Leben schon über sechzig Saga-Konzerte besucht hat. Als Farbklecks habe ich Michael Sadler ein Fan-Shirt mit dem typischen Saga-Logo angezogen.


Keep Rockin' 25-30