Klaus Busch - Bilder & Illustrationen

Neueste Werke

Frisch vom Zeichentisch

 

 

 

An der Domtreppe in Wetzlar

Bleistift

40 x 30 cm

 

Zwischendrin mal wieder eine Bleistiftzeichnung mit einer Stadtansicht.

Diesmal eines meiner Lieblingshäuser in meiner Heimatstadt Wetzlar

 

Juni 2019
 

 

 

 

 

Homunculus Germanicus

Pastellkreide

48 x 22 cm

 

„Homunculus Germanicus“ ist das dreiundzwanzigste Werk zu einer Serie von Pastellen gleichen (und extremen Quer-)Formats unter dem Arbeitstitel „Der Narrenspiegel“, mit denen ich meinen Mitmenschen mal satirisch, mal auch etwas boshafter einen solchen vorhalten möchte.   

Monatelang haben sich führende Köpfe des rechten Randes in die Labors zurückgezogen und alles Deutsche in den Genen isoliert, multipliziert und zusammengefügt zu einem alchemistischen Wesen Faust`scher Prägung, den Homunculus Germanicus. Hier wird er nun präsentiert, der ideale Deutsche, blond, blauäugig und - naja...

Sie haben es geschaffen, das ideale Wesen der Deutschnationalen. Die Begeisterung kennt keine Grenzen und steigert sich in die Ekstase. Das ist das, wovon sie ihr Leben geträumt haben. So wollen sie sein, deutsch wie es deutscher nicht mehr geht...

 

Mai 2019
 

 

 

 

 

In deutschen Vorgärten

Pastellkreide

48 x 22 cm

 

„In deutschen Vorgärten“ ist das zweiundzwanzigste Werk zu einer Serie von Pastellen gleichen (und extremen Quer-)Formats unter dem Arbeitstitel „Der Narrenspiegel“, mit denen ich meinen Mitmenschen mal satirisch, mal auch etwas boshafter einen solchen vorhalten möchte.   

In deutschen Vorgärten muss alles immer sauber sein. Im Land der Laubbläser, Kärcher und Kleingartenvereinssatzungen stürzt man sich auf alles, was anders ist und die Ordnung stört. Hochglanz, rechte Winkel und ein rundum versichertes Leben bestimmen die Top Ten der Lebensziele. Alles, was nicht in dieses Schema passt löst sie aus, die "German Angst". Und so stürzen sie sich auf alles, was nicht in ihr deutsches Schema passt, und blasen es davon. Auffallend bayerische Vertreter dieser Spezies der Pfleger der "deutschen Ordnung" (denn gerade die Bayern sind am deutschesten, sie wollen es nur nicht wahrhaben...). Die Gartenzwerge drücken auf ihre Art ihre deutsche Begeisterung über so viel Ordnungswillen aus und am Bildrand freut sich eine Art "Mrs (AFD)-Germany", dass die Herren ihr alles so schön ordentlich machen.

 

Mai 2019
 

 

 

 

 

Timesurfers

Pastellkreide

80 x 120 cm

 

Unter dem Namen „IMAGO“ hat sich Anfang der 2000er Jahre eine Gruppe surrealistischer und phantastischer Künstlerinnen und Künstler aus dem süddeutschen und österreichischen Raum zusammengefunden. Ich wurde von einigen Jahren von der IMAGO-Gruppe eingeladen, mich ihnen anzuschließen. Ganz in der Tradition der Künstlervereinigungen des 19. und 20. Jahrhunderts  hat sich die IMAGO-Gruppe 2018 eine gruppeninterne Wettbewerbsaufgabe gestellt. Jedes Mitglied war aufgerufen, ein Bild zum Thema "Propheten" in einem einheitlichen Format von 80 x 120 cm zu erstellen. Keiner wusste, was der oder die jeweils andere gemacht hat. Anlässlich der Eröffnung in Landshut am 28. März wurden die Propheten-Bilder nun im wahrsten Sinne des Wortes erstmals "enthüllt"

Propheten sind Menschen, die zumindest mit einem Teil ihres Wesens jenseits von Raum und Zeit leben und uns bekannte lineare Zeitdimensionen durchstoßen. Das thematisieren die "Timesurfers". Die religiöse Dimension des Prophetentums spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Propheten- und Sehertum kommt in vielen Religionen vor. Daher surfen hier auch verschiedene Religionsvertreter durch die Astralnebel. Uns vor Augen und entsprechend im Vordergrund des Bildes ist der orientalische Typus des Propheten. Sie alle eint aber das Wort, der Versuch des Ausdrucks ihrer Visionen. Deshalb begleiten die Bücher sie auf ihrer Reise durch Raum und Zeit und dienen hier und da auch als unterstützendes Fortbewegungsmittel.

 

September 2018 / März 2019
 

 

 

 

 

Der Schwarzmaler

Pastellkreide

30 x 30 cm
 

Mir wird ja ab und zu vorgeworfen, die Welt zu negativ zu sehen und Schwarzmalerei zu betreiben. Also habe ich einfach einmal Schwarzmalerei betrieben. Hier ist er also, der Schwarzmaler. Sein Pinsel verstreut die Dunkelheit, die ihn schon umgibt. Der "Schwarzmaler" ist mein diesjähriger Beitrag zur "30x30x30"-Ausstellung des BBK Niederbayern. Weitere Infos unter Ausstellungstermine.

 

März 2019
 

 

 

 

 

Frühling in Niederbayern

Pastellkreide

48 x 22 cm

 

„Frühling in Niederbayern“ ist das einundzwanzigste Werk zu einer Serie von Pastellen gleichen (und extremen Quer-)Formats unter dem Arbeitstitel „Der Narrenspiegel“, mit denen ich meinen Mitmenschen mal satirisch, mal auch etwas boshafter einen solchen vorhalten möchte.   

Frühling gibt es eigentlich nicht in Niederbayern, es geht der Winter immer unmittelbar in den Sommer über. Kaum wird es aber wärmer, wird es laut in Niederbayern. Dann will alles raus ins Freie. Aber auf die niederbayerische Art. Nur nicht zu Fuß, ja keine Ruhe, sondern rein ins SUV, rauf aufs Quad, das Geländemotorrad, das Mountainbike. Dann wird die Natur vereinnahmt: Hemmungslos, wertelos, rücksichtslos, ruhelos. Über den Auto- und Motorisierungswahn meiner niederbayerischen Mitmenschen habe ich mich bereits mit früheren Werken ausgelassen. Nicht umsonst stammt der "Bundesschutzminister für die Autoindustrie", der Tempolimits auf Autobahnen „gegen jeden Menschenverstand“ findet, aus Niederbayern. Fehlt nur noch der Autokorso gegen den Klimawandel. Das wäre in Niederbayern gar nicht mal so unwahrscheinlich…

März 2019
 

 

 

 

 

Flash

Pastellkreide

30 x 30 cm
 

Licht an sich und Licht zu zeichnen ist etwas Faszinierendes. Das Motiv des Blitzes mit all seiner Schönheit und Urgewalt habe ich mir deshalb schon des Öfteren vorgenommen. Hier die neueste Version.

 

März 2019
 

 

 
 

  

 

Goldesel

Bleistift und Pastellkreide

20 x 28 cm
 

Der Goldesel gehört spätestens seit dem krachenden Scheitern der Marxschen Versuche der Unterschutzstellung zu den bedrohtesten Tierarten überhaupt. Etliche turbokapitalistische Großwildjäger in Nadelstreifen haben sich an seine Fersen geheftet, um seine Rohstoffe hemmungslos auszubeuten. Deshalb füllen Goldesel heute die Trophäenschränke zahlreicher Wolkenkratzer in Frankfurt, London oder New York, Eines dieser bedauernswerten Exemplare ziert dieses Bild.

Überwiegend mit Bleistift gearbeitet (nur die Münze ist mit Kreidestiften gemacht), ist der "Goldesel" mein diesjähriger Beitrag zur III. kleinformatigen Ausstellung auf dem Kreativhof Lehmberg, die dieses Jahr  "Der Esel - Mul(t)italent" zum Thema hat. Schon im vergangenen Jahr konnte ich an dieser schönen Ausstellung damals zum Thema "Schwein sein" dabei sein. Näheres unter Ausstellungstermine.

 

März 2019
 

 

 
 

 

 

In The Air Tonight

Pastellkreide

56 x 42 cm
 

Es wurde mal wieder Zeit für ein wenig Surrealität. Bei dem Bild reizte mich das Verschieben der Perspektiven und Realitäten, das Morbide und Freie, das es zugleich ausdrückt. Es spielt mit Wahrnehmungen und ist ansonsten einfach ein großer zeichnerischer Spaß! Der Titel zitiert den einzigen guten Song, den Phil Collins jemals geschrieben hat...

 

März 2019
 

 

 

 

 

Tu felix Austria?

Pastellkreide

48 x 22 cm

 

„Tu felix Austria?“ ist das zwanzigste Werk zu einer Serie von Pastellen gleichen (und extremen Quer-)Formats unter dem Arbeitstitel „Der Narrenspiegel“, mit denen ich meinen Mitmenschen mal satirisch, mal auch etwas boshafter einen solchen vorhalten möchte.   

Ein Wunschbild meiner österreichischen Schwiegereltern, die derzeit zunehmend an ihren österreichischen Landsleuten verzweifeln. Die große Lebenslüge des modernen Österreich ist die Stilisierung des Nachkriegs-Österreich zum ersten Opfer des Nationalsozialismus, ohne jemals eigene Schuld und deren Ursachen zu hinterfragen, obwohl zahlreiche Täter und Mörder des Dritten Reiches Österreicher waren und nicht zuletzt auch Hitler selbst in Österreich "sozialisiert" wurde. Eine positive und wichtige Erinnerungskultur gab es nie. Das ist der Nährboden bis heute salonfähiger rechtsextremer Ressentiments in Österreich bis hin zu offen antisemitischen deutschnationalen Burschenschaften, denen zahlreiche der derzeit politisch Verantwortlichen insbesondere der FPÖ angehörten oder sogar noch angehören. Und den Satz "Man wir doch wohl noch sagen dürfen, was man denkt", gefolgt von entsprechend menschenverachtenden Aussagen, hört man sehr häufig in Österreich, so auch gerne vom volkstümlich-schaurigen Sänger Andreas G..

Und so findet sich in den Kaiserappartements der Wiener Hofburg eine merkwürdige Szenerie zusammen. Im geballten K.u.K-Kitsch mit Sissi-Kleid, vorbeifahrendem Fiaker, Sachertorte, Mozartkugeln und Schneekugel mit Riesenrad sitzen still verzweifelt die Vertreter eines vergangenen Österreichs in seiner kulturellen Blüte. Bezeichnenderweise am rechten Rand finden sich dann Vertreter eben jenes rechten Randes, von aktuellen Politikern in Burschenschaftsuniform über den ehemaligen Salzburger Weihbischof Laun, der eine unrühmliche Tradition erzkonservativer und fremdenfeindlicher Kirchenvertreter in Österreich fortsetzt (man erinnere sich nur an den unsäglichen Bischof Krenn), bis hin zu den beiden österreichischen Verursachern des ersten und zweiten Weltkrieges. Dahinter schreit Andreas G. zum Leidwesen Mozarts seine plumpe Volkstümlichkeit ins Mikrofon. "Tu felix Austria" ist schon lange nicht mehr. Meine Lieblingsfigur aus der Sammlung des Kunsthistorischen Museums in Wien, eine Figur aus dem "Fest des Bohnenkönigs" von Jacob Jordaens, zeigt deutlich, was er von den Zuständen im heutigen Österreich hält: Er findet´s zum Kotzen!

 

Februar 2019
 

 

 

 

 

Erdinger Moos

Pastellkreide

36 x 48 cm
 

Die Bildidee entstand bei einer Fahrt durch die Gegend bei Erding, als ein starkes Gewitter aufzog. Das Erdinger Moos ist eine faszinierende Moorlandschaft nordöstlich von München. Leider hat sich im vergangenen Jahrhundert aber ein in Sachen Selbstdarstellung, Gesetzestreue und moralische Integrität wie einst die antiken römischen Kaiser regierender bayerischer Ministerpräsident in den Kopf gesetzt, genau hier einen großen Flughafen zu bauen. Die Bahnanbindung hat man dabei leider vergessen, was später zu lustigen Reden seiner Nachfolger führte. Das Regieren wie ein antiker römischer Kaiser führt bei den bayerischen Landsleuten erstaunlicherweise dazu, dass dieser ehemalige Ministerpräsident bis heute eben wie ein antiker römischer Kaiser sakrosankt verehrt wird, bis hin zu tatsächlich existierenden Pilgerstätten. Das bayerische Kolosseum ist aber nun ein Flughafen. Und seitdem präsentiert sich das Erdinger Moos so...

 

Januar 2019