Klaus Busch - Bilder & Illustrationen

Neueste Werke

Frisch vom Zeichentisch

 

 

 

Fair Is Foul And Foul Is Fair

Pastellkreide

48 x 22 cm

Fair Is Foul And Foul Is Fair“ ist das siebte Werk zu einer Serie von Pastellen gleichen (und extremen Quer-)Formats unter dem Arbeitstitel „Der Narrenspiegel“ (siehe "Serien Pastellkreide"), mit denen ich meinen Mitmenschen mal satirisch, mal auch etwas boshafter einen solchen vorhalten möchte. "Fair is foul and foul is fair" sagen die drei Hexen in Akt 1 Szene 1 von Shakespeares Macbeth. Sie bereiten sich vor, im Reich des Duncan Verwirrung zu stiften. Fake News zu verbreiten also. Wie treffend! Die Hexen symbolisieren die Verkehrung von Gut und Böse, von Schlechtem und Gutem. Diese Verkehrung ist das Leitmotiv in Macbeth und scheint zunehmend auch das Leitmotiv unserer realen Welt zu werden. Der Schein und die Realität sind gerade für Macbeth und Lady Macbeth nur selten zwei Dinge, die sich einander gleichen sollten. Jedes Mittel scheint ihnen recht um an die Herrscherkrone zu kommen.

 

Und so rühren hier in einer Art Walpurgisnachtszene eine Vielzahl Hexen in den Köpfen heutiger Despoten: Sie stiften Verwirrung in Köpfen, denen definitiv jedes Mittel recht ist, an die Macht zu kommen und diese zu behalten. Heißen sie Erdogan, Putin oder Trump. Man hätte die Reihe der Köpfe nahezu endlos ergänzen können. Und im Vordergrund köchelt der "Fake-News-Verwirrungs-Trank" schon in den Köpfen der Möchtegern-Despoten, seien es Herr Orban, Frau Le Pen, Herr Gauland, Herr Wilders oder Herr Strache...

 

Eine Art Vorabzug des Bildes ist das Bild "...and foul is fair", vor ein paar Wochen erstellt als mein Beitrag zu dem internationalen Mail-Art-Projekt "Trump".

 

November 2017

 

 

 

 

 

 

Bavarian Baroque

Pastellkreide

48 x 22 cm

„Bavarian Baroque“ ist das sechste Werk zu einer Serie von Pastellen gleichen (und extremen Quer-)Formats unter dem Arbeitstitel „Der Narrenspiegel“ (siehe "Serien Pastellkreide"), mit denen ich meinen Mitmenschen mal satirisch, mal auch etwas boshafter einen solchen vorhalten möchte. Das 1930 entstandene „American Gothic“ von Grant Wood, zu sehen im Art Institute of Chicago, ist eines der bekanntesten Gemälde des amerikanischen Realismus. Viele Deutungen des Bildes, u.a. von Gertrude Stein, sehen das Bild wohl zurecht als Satire auf das amerikanische Kleinstadt- und Landleben. Dafür spricht auch, dass sich manch amerikanische Farmer durch das Bild als übelgelaunte puritanische Moralisten verunglimpft fühlten.

Diesen Gedanken greife ich in „Bavarian Baroque“ auf und stelle das Bild „American Gothic“ diametral gegenüber. Gotisch geht ja bei meinen bayerischen Mitmenschen nicht, also barock. Das Barocke ist nicht nur die bayerische „Gmiatlichkeit“ (und die interpretiere ich als eine tiefe Gelassenheit im Umgang mit den Unbilden des Lebens). Die gibt es in Wahrheit kaum noch. Deshalb wird sie in unzähligen bayerischen Bierzelten tagaus und tagein fast schon verzweifelt beschworen. Vielmehr verstecken sich immer mehr ungesundeste Lebensweisen und Lebensverständnisse hinter dieser „Gmiatlichkeit“. Nichts gegen eine gute Weißwurst oder eine Leberkassemmel, aber ich finde es fast jeden Tag neu erschreckend, wie viele dicke Kinder mir hier auf der Straße begegnen. Davon, von so oft so falsch verstandener „Gmiatlichkeit“, erzählt dieses Bild. Und ja, natürlich ist es eine Satire auf das bayerische Kleinstadt- und Landleben. Wie „American Gothic“ eben…

 

 

American Gothic

Grant Wood, 1930

Öl auf Holzfaserplatte

76 × 63,3 cm

Art Institute of Chicago

 

 

Oktober 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

Die alternde Maria

Pastellkreide

63 x 48 cm

 

Wir Protestanten (und manchmal bin ich richtig gerne einer) haben ja so unsere Probleme mit der katholischen Marienverehrung, die wohl nicht mehr ist, als die geschickte Adaption der animistischen Muttergottheit durch die katholische Kirche. Bei uns ist Maria nicht viel mehr als diejenige, die das Kind bekommen hat. Eine musste den Job ja machen... Das war es, keine Himmelfahrt (sorry, trotzdem danke für den Feiertag), keine Wunder, keine Fürsprache irgendwo da oben. So sitzt auf diesem Bild nun die alt gewordene Maria traditionell marienblau und still verzweifelt inmitten dieses Sittenbilds der katholischen Kirche in einer dunklen Spelunke und verkauft Devotionalien. Der geldzählende Priester fühlt sich gestört, der zweite verschwindet im Hintergrund mit einem kleinen Jungen in einem Nebenraum. Man geht über Leichen (oder steht noch darauf) und hinten rechts lauert die Inquisition. Christus als Schmerzensmann wurde in einer Nische abgelegt. Die Devotionalien und Reliquien nehmen die zentrale Rolle ein, bis hin zum „Lourdes-Flipper“. Und im Dachgebälk ist kaum ein Balken perspektivisch richtig. Man lügt, dass sich die Balken biegen.

 „Was ist Wahrheit?“, fragt ein aktuelle Kunstwettbewerb der Erzdiözese Freiburg. Nun, vieles von dem, was die katholische Kirche von sich gibt, sicher nicht. Diese Frage war Auslöser des Bildes. Vor rund 200 Jahren hätte man mich im erzkatholischen Niederbayern für ein solches Bild wahrscheinlich noch in den Kerker geworfen. Ein paar Fortschritte hat man also gemacht. Obwohl – wenn ich mir das jüngste niederbayerische Wahlverhalten ansehe, vielleicht doch nicht. Es scheint, dass ein größerer Teil der Niederbayern sich diese Zeiten zurückwünscht. Weg mit allem, was fremd ist. Protestanten, Hexen, Flüchtlinge...

  

Oktober 2017

  

 

 

 

 

 

 

 

An der Ohe

Pastellkreide

40 x 30 cm
 

Und nochmal eine Landschaft. Diesmal ein Motiv, das ich auf einer Radtour gefunden hatte, leicht dramatisch "aufgepimpt". Ungewöhnlich grün für mich. Das Gegenlichtmotiv war spannend und das Erreichen dieser typisch wilden Bayerwaldlandschaft. Ebenfalls und abschließend gedacht und gemacht für die Landschaftsausstellung "Bayerwald und..." im Dezember im Baderhaus in Bischofsmais (siehe Ausstellungstermine)

  

September 2017

 

 

 

 

 

  

 

I Want A New Drug

Pastellkreide

30 x 40 cm

 

Der Bildtitel zitiert einen Song von Huey Lewis & The News. "Drug" meint im Englischen nicht Droge, sondern Arznei. In dem Song geht es darum, dass Huey Lewis auf der Suche nach einer neuen Arznei ist, die zusammengefasst keine negativen Auswirkungen hat, sondern lediglich die Wirkung, die er fühlt, wenn er mit (vermutlich) der Besungenen zusammen ist.

 

Dieses Werk zitiert zwar diesen Titel, ist aber inspiriert durch die Ausschreibung zur Ausstellung „Placebo – Nocebo. Die Macht der Gedanken über unsere Gesundheit“ im Wilhelm-Fabry-Museum in Hilden. Im Ausschreibungstext heißt es: "Erwartungen können heilen. Eine Schmerztablette wirkt, wenn man erwartet, dass eine Wirkung eintritt, und dann passiert es auch. Hoffnungen und Erwartungen regen die Produktion von Botenstoffen an. Aber Erwartungen können auch krank machen. Welchen Einfluss haben Gedanken auf unser Befinden, auf unser Wohlbefinden, auf Symptome oder vielleicht sogar auf Krankheiten und ihren Verlauf?" Das hat mich gereizt. Der ältere Herr auf dem Bild sucht im Huey Lewisschen Sinne nach einer "new drug". Irgendetwas, das ihn wieder fühlen lässt, wie das Leben ist. Und nichts, das wieder nur Symptome lindert.

  

August 2017

 

 

 

 

 

 

 

...and foul is fair

Pastellkreide

15 x 10,5 cm

 

"...and foul is fair" ist eine Art Vorabzug des Bildes "Fair Is Foul And Foul Is Fair" aus der Narrenspiegel-Serie. Mein Beitrag zu dem internationalen Mail-Art-Projekt "Trump". "Fair is foul and foul is fair" sagen die drei Hexen in Akt 1 Szene 1 von Shakespeares Macbeth. Sie bereiten sich vor, im Reich des Duncan Verwirrung zu stiften. Fake News zu verbreiten also. Wie treffend! So rühren sie - inzwischen aus Bilddramaturgiegründen zu fünft - im Schädel des Herrn Trump ihren "Fake-News-Verwirrungs-Trank"...

 

Unter "Mail Art" versteht man Kunstprojekte, für die Künstlerinnen und Künstler in der Regel eine Postkarte gestalten und diese an das Projekt einsenden. Diese Karten verbleiben dann beim Projekt und werden von diesem der Öffentlichkeit präsentiert. Mail Art hat einen unkommerziellen Charakter und pflegt somit Distanz zum Kunstmarkt. Als soziales und politisches Medium ist Mail Art auch ein Mittel des Widerstands gegen Diktaturen. Daher passt es auch wunderbar, ein Mail-Art-Projekt zur ersten  Wiederkehr des Wahltages von Donald Trump am 8. November zu organisieren. Clementine Klein aus Köln tut dies und ich bin da gerne dabei.

   

August 2017

 

 

 

 

 

 

 

Winter am Natternberg

Pastellkreide

33 x 23 cm
 

Und gleich noch eine Landschaft. Es geht nichts über Winterlandschaften, die man bei 30° C im August macht. Man kühlt virtuell ab. Vielleicht auch  für die Landschaftsausstellung "Bayerwald und..." im Dezember im Baderhaus in Bischofsmais (siehe Ausstellungstermine). Ich weiß es noch nicht...

  

August 2017

 

 

 

 

 

 

 

Klatschmohn IV

Pastellkreide

36 x 48 cm

 

Zwischendurch mal wieder eine Landschaft. Sie zeigt das Schöpfwerk Natternberg vor den Donaubrücken in Deggendorf, ein Anblick, der sich mir fast jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit bietet. Und zugleich auch ein Zeitdokument, weil das Schöpfwerk in naher Zukunft umfassend ausgebaut wird. Ich mag ja ältere und zugleich schlicht-funktionale Bauten. Da kommt mein Stadtplanerherz durch. Das Klatschmohn-Motiv mit dem Ährenfeld hatte ich schon mehrfach aufgegriffen. Gedacht und gemacht ist das Bild für die Landschaftsausstellung "Bayerwald und..." im Dezember im Baderhaus in Bischofsmais (siehe Ausstellungstermine)

  

Juli 2017

 

 

 

 

 

 

 

Helden am Abend

Pastellkreide

48 x 22 cm

Die "Helden am Abend“ sind das fünfte Werk zu einer Serie von Pastellen gleichen (und extremen Quer-)Formats unter dem Arbeitstitel „Der Narrenspiegel“ (siehe "Serien Pastellkreide"), mit denen ich meinen Mitmenschen mal satirisch, mal auch etwas boshafter einen solchen vorhalten möchte. Was machen Helden nach Feierabend? Und was, wenn sie nicht mehr gebraucht werden? Schon unmittelbar nach Bekanntgabe des Themas "Helden" für den Marler Kunststern 2017 hatte ich die Idee zu diesem Bild. Es soll vor allem eines Zeigen: Vielleicht sind Helden manchmal einfach Menschen wie du und ich - vielleicht sind aber auch Menschen wie du und ich einfach manchmal Helden...

  

Juli 2017